Geschichte des event-kultur-gartens
...oder wie die Kuh zur Kunst kam

Das Bergdorf Guttet-Feschel im Wallis erlebte 2019 eine Verwandlung. 2018 grasten Kühe friedlich auf der Parzelle Nr. 855. 2019 war kein Weideland mehr zu sehen. Auf den fast 1'000m2 grossen Parzelle wurde eifrig gebaut. In der Bauausschreibung war von einem Gartenhaus und einer Gartenmauer die Rede. Was da aber ausgesteckt war, glich mehr einer Slalompiste als einer Gartenanlage.

Die Gartenbaufirma Valvert in Susten plante mit den Eigentümern Peter Hofer und Hans Zuberbühler eine Gartenanlage mit verschiedenen Plätzen, einem Nutzgarten, einer Sauna und einem Gartenhaus. Die Anlage entfaltete sich laufend während der Bauphase. Planänderungen gehörten schon fast zur Tagesordnung. Die Änderungen haben sich aber gelohnt und der Anlage das Gesicht gegeben, dass man heute sehen und bestaunen kann.

Je mehr die Gartenanlage Form annahm, um so mehr stellte sich die Frage, wie man eine solche Anlage nutzen könnte. Die Eigentümer gelangten zur Ansicht, dass sie die Anlage nicht einfach nur privat nutzen, sondern sie für die Öffentlichkeit öffnen wollten. Das war die Geburtsstunde vom Verein event-kultur-garten. Der Verein erhielt den Auftrag,  Kulturveranstaltungen, die Natur und Mensch verbinden, in der Anlage zu planen und  organisieren. 

Neben dem Appartementhaus und der Busstation Amarona im Ortsteil Wiler in Guttet-Feschel entstand der event-kultur-garten. Die Eigentümer sehen "ihren Garten" als Geschenk an die Ortsbevölkerung und hoffen, dass die Öffnung der Gartenanlage als Begegnungsort zukünftig von Jung und Alt sowie auswärtigen Gästen genutzt wird.

Der event-kultur-garten bedeutet für die Gemeinde nicht nur ein erweitertes örtliches Kulturangebot, sondern auch eine Kulturstätte, die über Guttet-Feschel hinausstrahlen und zum Bild einer innovativen Gemeinde beitragen wird.

Die Kuh bleibt draussen, dafür werden kleine und grosse Künstler unvergessliche Augenblicke im event-kultur-garten schaffen.